RATGEBER – Mobile Ladestationen
Ratgeber - Mobile Ladestation
Eine mobile Ladestation ermöglicht es, Ihr Elektroauto an geeigneten Steckdosen zu laden â zu Hause, am Arbeitsplatz oder auf Reisen. In diesem PURELOAD Ratgeber erfahren Sie, welche AnschlĂŒsse infrage kommen, welche Ladeleistungen möglich sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Mobile Ladestationen fĂŒr Elektroautos: Funktion, Ladeleistung und Kaufberatung
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Inhaltsverzeichnis
Was ist eine mobile Ladestation?
Wie funktioniert eine mobile Ladestation?
Welche Steckdose ermöglicht welche Ladeleistung?
Welche smarten Funktionen bieten mobile Ladestationen?
Vorteile einer mobilen Ladestation
Was sollten Sie vor dem Kauf beachten?
Fazit: FĂŒr wen lohnt sich eine mobile Ladestation?
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Was ist eine mobile Ladestation?
Eine mobile Ladestation ist eine transportable Ladeeinrichtung fĂŒr Elektroautos und extern aufladbare Plug-in-Hybride. Sie wird auch als mobile Wallbox oder mobiles LadegerĂ€t bezeichnet und verbindet das Fahrzeug mit einer geeigneten Stromquelle.
Je nach AusfĂŒhrung lĂ€sst sie sich an einer Schuko-Steckdose, einer blauen CEE-Steckdose oder einer roten CEE-Drehstromsteckdose betreiben. Manche Modelle besitzen einen festen Netzstecker, andere unterstĂŒtzen ein vom Hersteller vorgesehenes Adaptersystem.
Mobile AC-Ladestationen ermöglichen je nach Modell und Anschluss beispielsweise 3,7 kW, 7,4 kW, 11 kW oder 22 kW. Die tatsÀchlich erreichbare Ladeleistung hÀngt zusÀtzlich vom Fahrzeug und der Elektroinstallation ab.
Dieser Ratgeber behandelt mobile AC-Ladestationen. Mobile DC-Lader arbeiten mit anderer Technik und benötigen in der Regel leistungsfĂ€higere StromanschlĂŒsse.
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Wie funktioniert eine mobile Ladestation?
Eine mobile AC-Ladestation steuert und ĂŒberwacht die Stromversorgung zwischen Steckdose und Fahrzeug. Die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom ĂŒbernimmt der Bordlader im Elektroauto.
Ladestrom einstellen und begrenzen
Die Ladeeinrichtung teilt dem Fahrzeug mit, welche StromstĂ€rke maximal zur VerfĂŒgung steht. Je nach Modell lĂ€sst sich der Ladestrom direkt am GerĂ€t oder ĂŒber eine App einstellen.
Einige GerÀte erkennen geeignete, codierte Herstelleradapter automatisch und begrenzen den Strom entsprechend. Diese Funktion ist nicht bei jeder mobilen Ladestation vorhanden.
Ladevorgang ĂŒberwachen
Je nach Ausstattung ĂŒberwacht die Ladestation beispielsweise Fehlerströme, die Schutzleiterverbindung oder die Temperatur am Netzstecker. Erkennt sie einen ĂŒberwachten Fehler, kann sie den Ladevorgang unterbrechen.
Die eingebauten Schutzfunktionen ersetzen jedoch keine fachgerecht ausgefĂŒhrte und fĂŒr das Laden geeignete Elektroinstallation.
Mit dem Fahrzeug kommunizieren
Ăber die Steuerleitung des Ladekabels tauschen Fahrzeug und Ladeeinrichtung grundlegende Informationen zur Ladebereitschaft und zum zulĂ€ssigen Ladestrom aus. Das Fahrzeug entscheidet innerhalb dieser Grenzen, wie viel Strom es aufnimmt; sein Batteriemanagementsystem ĂŒberwacht die Batterie.
Wichtig: Eine 22-kW-Ladestation lÀdt ein Fahrzeug mit maximal 11 kW AC-Ladeleistung nicht schneller als eine passende 11-kW-Ladestation.
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Welche Steckdose ermöglicht welche Ladeleistung?
Entscheidend sind Steckdosentyp, zulĂ€ssige StromstĂ€rke und Anzahl der genutzten Phasen. Die folgende Ăbersicht zeigt typische Werte bei 230 beziehungsweise 400 Volt:
| Steckdose | Anschluss | Ladeleistung |
|---|---|---|
| Schuko | Einphasig, 230 V | Bei 8â10 A etwa 1,8â2,3 kW; höhere Ströme nur bei ausdrĂŒcklich geeigneter Installation und Ladeeinrichtung |
| CEE blau, 16 A | Einphasig, 230 V | Bis etwa 3,7 kW |
| CEE blau, 32 A | Einphasig, 230 V | Bis etwa 7,4 kW |
| CEE rot, 16 A | Dreiphasig, 400 V | Bis etwa 11 kW |
| CEE rot, 32 A | Dreiphasig, 400 V | Bis etwa 22 kW |
Die CEE-Werte setzen voraus, dass Fahrzeug, Ladeeinrichtung und Installation die jeweilige StromstĂ€rke und Phasenanzahl unterstĂŒtzen. Bei einphasigem Laden sind auĂerdem die geltenden Anschlussbedingungen und Schieflastgrenzen zu berĂŒcksichtigen.
Schuko-Steckdose: gelegentliches Laden mit begrenzter Leistung
Eine Haushaltssteckdose kann mit einer geeigneten mobilen Ladeeinrichtung zum Laden genutzt werden. Sie ist jedoch nicht automatisch fĂŒr eine stundenlange hohe Belastung geeignet.
Gerade bei Ă€lteren oder unbekannten Installationen sollte die Eignung geprĂŒft werden. FĂŒr regelmĂ€Ăiges Laden sind ein fachgerecht ausgelegter CEE-Anschluss oder eine Wallbox meist die bessere Wahl.
CEE blau: einphasiges Laden
Blaue CEE-Steckdosen werden hĂ€ufig auf CampingplĂ€tzen und in gewerblichen Bereichen eingesetzt. Die 16-A-AusfĂŒhrung ermöglicht unter geeigneten Bedingungen etwa 3,7 kW, die 32-A-AusfĂŒhrung etwa 7,4 kW.
Auch an einem Campinganschluss kann die tatsĂ€chlich verfĂŒgbare StromstĂ€rke geringer sein. MaĂgeblich sind die Absicherung und die Vorgaben des Betreibers.
CEE rot: dreiphasiges Laden mit 11 oder 22 kW
Rote CEE-Steckdosen ermöglichen mit einem passenden dreiphasigen LadegerĂ€t bis zu 11 kW bei 16 A oder 22 kW bei 32 A. FĂŒr mobile AC-Ladestationen werden ĂŒblicherweise fĂŒnfpolige AnschlĂŒsse mit Neutral- und Schutzleiter verwendet.
PrĂŒfen Sie die Kennzeichnung der Steckdose und die Auslegung des Stromkreises. Die Farbe allein reicht nicht aus, um die zulĂ€ssige Ladeleistung festzustellen.
Tipp: WĂ€hlen Sie die mobile Ladestation passend zu den AnschlĂŒssen, die Sie tatsĂ€chlich nutzen. Verwenden Sie ausschlieĂlich Adapter und VerlĂ€ngerungen, die der Hersteller fĂŒr diesen Einsatz freigibt.
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Welche smarten Funktionen bieten mobile Ladestationen?
Der Funktionsumfang unterscheidet sich deutlich zwischen den Modellen. Folgende Extras können das Laden komfortabler machen:
App-Steuerung
Ăber eine App lassen sich je nach GerĂ€t LadevorgĂ€nge starten, beenden und ĂŒberwachen sowie StromstĂ€rke und Einstellungen Ă€ndern. Ob dafĂŒr Bluetooth, WLAN oder eine Internetverbindung benötigt wird, hĂ€ngt vom Modell ab.
Zeitsteuerung und Ladeplanung
Mit einer Ladeplanung können Sie den Ladevorgang auf bestimmte Uhrzeiten verschieben. Das kann bei zeitabhĂ€ngigen Stromtarifen Kosten sparen â Nachtstrom ist allerdings nicht grundsĂ€tzlich gĂŒnstiger.
VerbrauchsĂŒbersicht
Einige GerĂ€te zeigen die geladene Energiemenge und vergangene LadevorgĂ€nge an. FĂŒr eine verbindliche Abrechnung, beispielsweise mit dem Arbeitgeber, sollten Sie prĂŒfen, welche Anforderungen an Messung und Nachweis gestellt werden.
PV-Ăberschussladen und Lastmanagement
Bestimmte mobile Ladestationen lassen sich in ein kompatibles Energiemanagement einbinden. Damit können sie SolarstromĂŒberschĂŒsse nutzen oder ihre Leistung an den ĂŒbrigen Stromverbrauch im GebĂ€ude anpassen.
Diese Funktionen benötigen hÀufig zusÀtzliche Mess- oder Steuertechnik und gehören nicht automatisch zur Grundausstattung.
Zugangskontrolle
Je nach Modell kann die Nutzung durch RFID, App-Freigabe oder andere Verfahren eingeschrÀnkt werden. Das ist besonders praktisch, wenn die Ladeeinrichtung an einem gemeinsam genutzten Stellplatz verbleibt.
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Vorteile einer mobilen Ladestation
Flexibel an verschiedenen Orten laden
Eine mobile Ladestation lÀsst sich zu Hause, bei der Arbeit oder auf Reisen nutzen, sofern ein geeigneter und freigegebener Stromanschluss vorhanden ist. Sie ergÀnzt damit öffentliche Ladepunkte und feste Wallboxen.
Unterschiedliche AnschlĂŒsse nutzen
Modelle mit einem passenden Adaptersystem können mehrere Steckdosentypen abdecken. Das erhöht die FlexibilitĂ€t, ohne fĂŒr jeden Anschluss eine eigene Ladeeinrichtung mitfĂŒhren zu mĂŒssen.
LeistungsfÀhiges Laden an CEE-Steckdosen
An einem geeigneten Drehstromanschluss sind mit passendem Fahrzeug bis zu 11 oder 22 kW möglich. Damit kann eine mobile Ladestation dieselbe AC-Ladeleistung bieten wie eine entsprechend ausgelegte feste Wallbox.
Einfach mitnehmen und verstauen
Viele GerĂ€te lassen sich samt Kabel und Adaptern im Fahrzeug transportieren. GröĂe, Gewicht und Kabelaufbewahrung sollten dabei zu Ihrem verfĂŒgbaren Stauraum passen.
Zu Hause und unterwegs verwenden
Mit einer geeigneten Wandhalterung lĂ€sst sich die mobile Ladeeinrichtung am heimischen Stellplatz ordentlich aufbewahren. FĂŒr eine Reise kann sie wieder mitgenommen werden.
ZusĂ€tzliche Ăberwachung beim Laden
ModellabhĂ€ngige Schutzfunktionen können Fehlerströme oder Ăbertemperaturen erkennen. Entscheidend ist das gesamte Schutzkonzept aus Ladeeinrichtung, Steckdose und vorgeschalteter Elektroinstallation.
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Was sollten Sie vor dem Kauf beachten?
Fahrzeuganschluss und AC-Ladeleistung
PrĂŒfen Sie den Ladeanschluss Ihres Fahrzeugs und seine maximale AC-Ladeleistung. Die im Fahrzeugdatenblatt genannte DC-Schnellladeleistung ist fĂŒr die Auswahl einer mobilen AC-Ladestation nicht maĂgeblich.
In Europa ist Typ 2 weit verbreitet. Fahrzeuge mit Typ-1-Anschluss benötigen eine entsprechend passende Ladeeinrichtung oder eine ausdrĂŒcklich freigegebene Kabellösung.
VerfĂŒgbare StromanschlĂŒsse
Welche Steckdosen nutzen Sie zu Hause und unterwegs? Ein 22-kW-GerÀt bietet nur dann die volle Leistung, wenn ein geeigneter 32-A-Drehstromanschluss und ein Fahrzeug mit entsprechender AC-LadefÀhigkeit vorhanden sind.
FĂŒr einen neuen Anschluss sollten Auslegung, SchutzmaĂnahmen und geltende Anschlussvorgaben vorab mit einem Elektrofachbetrieb geklĂ€rt werden.
Adapter und automatische Strombegrenzung
PrĂŒfen Sie, welche Adapter im Lieferumfang enthalten sind und welche zusĂ€tzlich erhĂ€ltlich sind. Achten Sie auĂerdem darauf, ob das GerĂ€t den angeschlossenen Adapter automatisch erkennt oder der Ladestrom manuell eingestellt werden muss.
Ein Adapter erhöht nicht die Belastbarkeit der Steckdose. Der zulĂ€ssige Strom des schwĂ€chsten beteiligten Bauteils darf nicht ĂŒberschritten werden.
Schutzfunktionen und Installationsanforderungen
Vergleichen Sie die Angaben zu AC- und DC-Fehlerstromerkennung, TemperaturĂŒberwachung und SchutzleiterprĂŒfung. Aus der Bedienungsanleitung muss hervorgehen, welche Schutzvorrichtungen zusĂ€tzlich in der Installation erforderlich sind.
Eine integrierte DC-Fehlerstromerkennung ist nicht automatisch ein vollstĂ€ndiger Ersatz fĂŒr einen vorgeschalteten Fehlerstromschutzschalter.
KabellÀnge und Handhabung
Das Kabel sollte den Fahrzeuganschluss erreichen, ohne unter Zug zu stehen oder Verkehrswege unnötig zu kreuzen. BerĂŒcksichtigen Sie unterschiedliche Parksituationen und die Position der Ladebuchse.
FĂŒr hĂ€ufige Nutzung sind auĂerdem gut bedienbare Stecker, eine ĂŒbersichtliche Anzeige und eine geeignete Transporttasche hilfreich.
Eignung fĂŒr den AuĂenbereich
PrĂŒfen Sie die angegebene Schutzart, den zulĂ€ssigen Temperaturbereich und die Herstellerhinweise zur Verwendung im Freien. Die Schutzart des GehĂ€uses bedeutet nicht automatisch, dass alle Steckverbindungen ungeschĂŒtzt im Regen oder in Wasser liegen dĂŒrfen.
Diebstahlschutz
Die Verriegelung des Ladesteckers erfolgt hĂ€ufig durch das Fahrzeug und hĂ€ngt von dessen Einstellungen ab. Sie schĂŒtzt nicht zwangslĂ€ufig die gesamte mobile Ladestation oder den Netzstecker vor Diebstahl.
Wenn das GerĂ€t dauerhaft zugĂ€nglich bleibt, können eine abschlieĂbare Halterung oder eine andere vorgesehene Sicherung sinnvoll sein.
Smarte Funktionen und Folgekosten
Ăberlegen Sie, ob Sie App-Steuerung, Ladeplanung, PV-Ăberschussladen oder Lastmanagement benötigen. PrĂŒfen Sie auch, ob zusĂ€tzliche Komponenten, kostenpflichtige Dienste oder eine dauerhafte Internetverbindung erforderlich sind.
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Fazit: FĂŒr wen lohnt sich eine mobile Ladestation?
Eine mobile Ladestation ist besonders sinnvoll, wenn Sie Ihr Elektroauto regelmĂ€Ăig an verschiedenen Orten mit geeigneten StromanschlĂŒssen laden möchten. Mit passenden Adaptern kann sie mehrere Steckdosentypen abdecken und an einem geeigneten CEE-Anschluss komfortables AC-Laden ermöglichen.
Entscheidend sind die LadefĂ€higkeit Ihres Fahrzeugs, die vorhandene Elektroinstallation und die Ausstattung des GerĂ€ts. WĂ€hlen Sie eine mobile Ladestation, deren AnschlĂŒsse, Schutzfunktionen und Bedienung zu Ihrem Alltag passen â so erhalten Sie eine flexible Ladelösung fĂŒr zu Hause und unterwegs.