RATGEBER – Elektroauto ABC
Ratgeber - Das ABC der E-Mobilität
Unser Elektroauto-ABC: Elektromobilität von A bis Z erklärt
Was bedeuten AC, CCS, Ladeleistung oder Rekuperation?
Im PURELOAD Elektroauto-ABC finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um Elektroautos, Batterien, Wallboxen und Ladezubehör verständlich erklärt.
AC-Laden (Wechselstromladen)
Beim AC-Laden erhält das Elektroauto Wechselstrom, beispielsweise von einer Wallbox oder mobilen Ladestation. Der Bordlader im Fahrzeug wandelt ihn in Gleichstrom um, mit dem die Batterie geladen wird.
Akkumulator (Akku)
Ein wiederaufladbarer Speicher, der elektrische Energie auf elektrochemischer Basis aufnimmt und abgibt. Die Antriebsbatterie eines Elektroautos besteht aus zahlreichen miteinander verbundenen Batteriezellen.
Ampere (A)
Ampere ist die Einheit der elektrischen Stromstärke. Zusammen mit Spannung und Anzahl der genutzten Phasen beeinflusst die Stromstärke die mögliche Ladeleistung.
Automatisiertes Fahren
Systeme, die einzelne oder mehrere Fahraufgaben übernehmen, etwa Lenken, Beschleunigen und Bremsen. Wie viel Verantwortung beim Fahrer bleibt, hängt vom Automatisierungsgrad ab; diese Technik ist nicht auf Elektroautos beschränkt.
Batteriekapazität
Die Energiemenge, die eine Batterie speichern kann, angegeben in Kilowattstunden (kWh). Die nutzbare Nettokapazität ist meist kleiner als die gesamte Bruttokapazität, da Schutzreserven vorgesehen sind.
Batteriemanagementsystem (BMS)
Das BMS überwacht unter anderem Zellspannungen, Temperaturen und Ladezustand der Batterie. Es steuert zulässige Lade- und Entladeströme und schützt die Zellen vor schädlichen Betriebszuständen.
Batteriemiete
Ein Vertragsmodell, bei dem das Fahrzeug gekauft und die Antriebsbatterie separat gemietet wird. Ob sich dieses Modell lohnt, hängt von Mietkosten, Vertragsbedingungen und Nutzungsdauer ab.
BEV (Battery Electric Vehicle)
Die Abkürzung für ein rein batterieelektrisches Fahrzeug. Ein BEV fährt mit einem elektrischen Antrieb und wird über eine externe Stromquelle geladen.
Bidirektionales Laden
Dabei kann ein Elektroauto elektrische Energie sowohl aufnehmen als auch wieder abgeben. Je nach Fahrzeug und Technik lässt sich damit beispielsweise ein Gebäude versorgen oder Strom ins öffentliche Netz zurückspeisen.
Bordlader (On-Board Charger)
Das im Fahrzeug eingebaute Ladegerät wandelt beim AC-Laden Wechselstrom in Gleichstrom um. Seine maximale Leistung begrenzt die AC-Ladeleistung – auch dann, wenn die Ladestation mehr leisten könnte.
Brennstoffzelle
Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie für den Fahrzeugantrieb. Dabei entstehen am Fahrzeug hauptsächlich Wasser und Wärme; die Klimabilanz hängt wesentlich von der Wasserstoffherstellung ab.
CCS (Combined Charging System)
Ein Ladesystem, das AC- und DC-Laden über einen kombinierten Fahrzeuganschluss ermöglicht. CCS2 basiert auf Typ 2 und wird vor allem in Europa verwendet; CCS1 basiert auf Typ 1 und ist insbesondere bei Fahrzeugen für den nordamerikanischen Markt zu finden.
CEE-Steckdose
Eine robuste Steckverbindung, die unter anderem zur Versorgung mobiler Ladestationen genutzt wird. Blaue CEE-Steckdosen sind üblicherweise einphasig, rote CEE-Steckdosen meist dreiphasig; die mögliche Ladeleistung hängt von Anschluss, Absicherung und Ladegerät ab.
CHAdeMO
Ein ursprünglich in Japan entwickelter Standard für das DC-Laden von Elektrofahrzeugen. Er unterstützt auch bidirektionale Anwendungen; die mögliche Ladeleistung hängt von Protokollversion, Fahrzeug und Ladestation ab.
ChaoJi
Ein gemeinsam von chinesischen und japanischen Organisationen entwickeltes DC-Ladesystem für hohe Ladeleistungen. Es umfasst einen eigenen Stecker sowie Anforderungen an Kommunikation und Sicherheit.
CO₂-Bilanz
Die Klimabilanz eines Fahrzeugs berücksichtigt Herstellung, Energiebereitstellung, Nutzung und Verwertung. Für einen aussagekräftigen Vergleich werden neben CO₂ auch weitere Treibhausgase als CO₂-Äquivalente erfasst.
DC-Laden (Gleichstromladen)
Beim DC-Laden wandelt die Ladestation den Strom außerhalb des Fahrzeugs um und liefert Gleichstrom an die Antriebsbatterie. Der AC-Bordlader wird dabei umgangen, wodurch häufig deutlich höhere Ladeleistungen möglich sind.
Drehmoment
Drehmoment beschreibt die Drehwirkung einer Kraft und wird in Newtonmetern (Nm) angegeben. Elektromotoren können bereits bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment bereitstellen und dadurch kräftig beschleunigen.
Dreiphasiges Laden
Beim dreiphasigen AC-Laden werden drei Phasen des Stromanschlusses genutzt. Typische Ladeleistungen sind etwa 11 kW bei 16 A und 22 kW bei 32 A, sofern Fahrzeug und Ladeeinrichtung dies unterstützen.
Einphasiges Laden
Beim einphasigen AC-Laden nutzt das Fahrzeug eine Phase des Stromanschlusses. Die mögliche Leistung hängt von Stromstärke, Fahrzeug, Ladeeinrichtung und den geltenden Anschlussbedingungen ab.
Elektroauto
Ein rein elektrisches Auto wird von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben und speichert seine Fahrenergie in einer Batterie. Während der Fahrt entstehen keine Abgase am Fahrzeug; Reifenabrieb und Fahrgeräusche bleiben bestehen.
Elektrolyse
Ein Verfahren, das mithilfe elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Der erzeugte Wasserstoff kann gespeichert und beispielsweise in Brennstoffzellen verwendet werden.
Energiedichte
Die gespeicherte Energie pro Masse oder Volumen einer Batterie, etwa angegeben in Wh/kg oder Wh/l. Eine höhere Energiedichte ermöglicht mehr gespeicherte Energie bei gleichem Gewicht oder Bauraum.
Energiemanagementsystem (EMS)
Ein EMS koordiniert Energieerzeugung, Speicherung und Verbrauch. Es kann beispielsweise Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Ladestationen aufeinander abstimmen.
EVSE (Electric Vehicle Supply Equipment)
Die englische Bezeichnung für eine Einrichtung zur Stromversorgung von Elektrofahrzeugen. Dazu gehören beispielsweise Wallboxen, Ladesäulen und mobile Ladeeinrichtungen.
Feststoffbatterie
Eine Batterie mit einem festen statt eines flüssigen Elektrolyten. Je nach Bauart bietet sie Potenzial für höhere Energiedichte und verbesserte Sicherheit; diese Vorteile gelten jedoch nicht automatisch für jede Feststoffbatterie.
Förderprogramme
Finanzielle Unterstützung für bestimmte Fahrzeuge, Ladeeinrichtungen oder Infrastrukturprojekte. Förderbedingungen, Budgets und Antragsfristen unterscheiden sich je nach Programm und sollten vor einer Bestellung geprüft werden.
GB/T
Eine Familie chinesischer Normen, die unter anderem Anschlüsse und Kommunikation beim Laden von Elektrofahrzeugen beschreibt. GB/T-Ladeanschlüsse sind nicht direkt mit Typ 2 oder CCS kompatibel.
Gigafactory
Eine Bezeichnung für besonders große Produktionsstätten, häufig für Batteriezellen oder Elektrofahrzeuge. Der Begriff ist keine verbindliche technische Größenklasse.
Gleichstrom (DC)
Elektrischer Strom, dessen Flussrichtung gleich bleibt. Batterien liefern Gleichstrom und werden mit Gleichstrom geladen; Spannung und Stromstärke können dabei variieren.
Hochvoltbatterie
Die Antriebsbatterie eines Elektroautos, die mit deutlich höherer Spannung arbeitet als das Bordnetz für Beleuchtung und Zubehör. Sie versorgt den elektrischen Antrieb und weitere leistungsstarke Komponenten.
HPC (High Power Charging)
Eine Bezeichnung für DC-Laden mit besonders hoher Leistung. Wie schnell das Fahrzeug tatsächlich lädt, hängt unter anderem von Batterie, Ladezustand, Temperatur und Ladestation ab.
Induktives Laden
Die berührungslose Übertragung elektrischer Energie über ein magnetisches Feld. Dafür benötigen Fahrzeug und Ladeplatz passende Komponenten; ein Ladekabel ist für die Energieübertragung nicht erforderlich.
Kilowatt (kW)
Kilowatt ist eine Einheit der Leistung. Beim Laden beschreibt sie, wie schnell Energie übertragen wird; bei Motoren bezeichnet sie die Antriebsleistung.
Kilowattstunde (kWh)
Kilowattstunde ist eine Einheit der Energie. Eine Leistung von 11 kW über eine Stunde entspricht 11 kWh – beim Laden erreicht wegen der Ladeverluste nicht die gesamte bezogene Energie die Batterie.
Ladeadapter
Ein Zubehörteil, das unterschiedliche Anschlussarten miteinander verbindet. Ein passender Stecker allein gewährleistet keine Kompatibilität: Auch Spannung, Stromstärke, Kommunikation und Schutzfunktionen müssen zusammenpassen.
Ladekabel
Ein Kabel zur Verbindung von Elektroauto und Ladeeinrichtung. Bei der Auswahl sind Steckertyp, Strombelastbarkeit, Phasenanzahl, Länge und Fahrzeugkompatibilität entscheidend.
Ladekarte
Eine meist mit RFID ausgestattete Karte zur Freischaltung öffentlicher Ladepunkte. Die Abrechnung erfolgt über den jeweiligen Ladeanbieter; Preise und nutzbare Ladenetze können unterschiedlich sein.
Ladekurve
Die Ladekurve zeigt, wie sich die Ladeleistung während eines Ladevorgangs verändert. Besonders beim DC-Laden sinkt die Leistung häufig mit zunehmendem Ladezustand, weshalb eine hohe Spitzenleistung allein wenig über die gesamte Ladezeit aussagt.
Ladeleistung
Die Leistung, mit der Energie zum Fahrzeug übertragen wird, angegeben in kW. Sie wird durch das Zusammenspiel von Fahrzeug, Ladestation, Anschluss, Kabel und Batteriezustand begrenzt.
Ladepunkt
Eine Einrichtung, an der jeweils ein Elektrofahrzeug geladen werden kann. Eine Ladesäule oder Ladestation kann mehrere Ladepunkte besitzen.
Laderoaming
Laderoaming ermöglicht die Nutzung verschiedener Ladenetze über einen gemeinsamen Anbieter. Eine Ladekarte oder App kann dadurch Zugang zu Ladepunkten mehrerer Betreiber bieten.
Ladestation
Der Oberbegriff für eine Einrichtung zum Laden von Elektrofahrzeugen. Dazu zählen unter anderem Wallboxen, öffentliche Ladesäulen, DC-Schnelllader und mobile Ladestationen.
Ladeverluste
Energie, die beim Laden beispielsweise durch Umwandlung, Leitungswiderstände oder Batteriekühlung verbraucht wird. Deshalb ist die am Stromzähler gemessene Energiemenge meist größer als die zusätzlich in der Batterie gespeicherte Energie.
Ladezeit
Die Dauer, die benötigt wird, um einen bestimmten Ladezustand zu erreichen. Entscheidend sind die nachzuladende Energiemenge und die durchschnittliche Ladeleistung über den gesamten Ladevorgang.
Ladeinfrastruktur
Alle Einrichtungen und Systeme, die das Laden von Elektrofahrzeugen ermöglichen. Dazu gehören Ladepunkte, Stromanschlüsse, Steuerung, Kommunikation und gegebenenfalls Abrechnungssysteme.
Ladesäulenverordnung (LSV)
Eine deutsche Verordnung für öffentlich zugängliche Ladepunkte. Für deren Betrieb sind außerdem weitere Vorgaben relevant, insbesondere die europäische AFIR-Verordnung.
Lastmanagement
Die Steuerung von Ladeleistungen, um die verfügbare Anschlussleistung einzuhalten. Statisches Lastmanagement verteilt ein festes Leistungsbudget; dynamisches Lastmanagement berücksichtigt zusätzlich den aktuellen Verbrauch anderer Geräte.
LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat)
Eine Lithium-Ionen-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat als Kathodenmaterial. Sie zeichnet sich häufig durch hohe Zyklenfestigkeit und thermische Stabilität aus, besitzt aber meist eine geringere Energiedichte als vergleichbare NMC-Batterien.
Lithium-Ionen-Batterie
Eine wiederaufladbare Batterie, bei der Lithium-Ionen zwischen den Elektroden bewegt werden. Der Begriff umfasst unterschiedliche Zellchemien, darunter LFP und NMC.
Lademodi (Mode 1 bis Mode 4)
Die Lademodi beschreiben verschiedene Arten der Stromversorgung und Kommunikation beim Laden. Mode 1 erfolgt ohne spezielle Ladeüberwachung, Mode 2 mit einer Schutz- und Steuereinrichtung im Kabel, Mode 3 über eine dafür vorgesehene AC-Ladeeinrichtung und Mode 4 über eine externe DC-Ladeeinrichtung.
Mildhybrid
Ein Fahrzeug, dessen Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antrieb unterstützt wird, häufig mit einem 48-Volt-System. Mildhybride lassen sich üblicherweise nicht extern laden und sind keine rein elektrischen Fahrzeuge.
Mobile Ladestation
Eine transportable Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge. Mobile AC-Ladestationen werden beispielsweise an geeignete Schuko- oder CEE-Steckdosen angeschlossen; mobile DC-Lader übernehmen zusätzlich die Umwandlung in Gleichstrom.
NACS (North American Charging Standard)
Ein ursprünglich von Tesla entwickeltes Ladesystem, das unter SAE J3400 standardisiert wurde. Der kompakte Anschluss wird vor allem in Nordamerika eingesetzt und unterstützt AC- sowie DC-Laden.
NMC-Batterie
Eine Lithium-Ionen-Batterie mit Nickel, Mangan und Kobalt im Kathodenmaterial. Sie bietet häufig eine hohe Energiedichte; ihre Eigenschaften hängen von der konkreten Zusammensetzung und Zellbauweise ab.
OCPP (Open Charge Point Protocol)
Ein Kommunikationsprotokoll zwischen Ladestation und zentralem Verwaltungssystem. Es ermöglicht beispielsweise die Überwachung, Fernsteuerung und Übermittlung von Ladedaten.
One-Pedal-Driving
Eine Fahrfunktion, bei der das Fahrzeug beim Zurücknehmen des Fahrpedals deutlich verzögert. Ob es dabei vollständig zum Stillstand kommt, hängt vom Fahrzeug und der gewählten Einstellung ab.
Over-the-Air-Updates (OTA)
Softwareaktualisierungen, die über eine drahtlose Datenverbindung auf das Fahrzeug übertragen werden. Je nach Hersteller lassen sich damit Funktionen verbessern, Fehler beheben oder neue Funktionen ergänzen.
Peak Shaving
Die gezielte Begrenzung elektrischer Leistungsspitzen. Dazu können Ladevorgänge angepasst oder Batteriespeicher genutzt werden, um den maximalen Leistungsbezug zu reduzieren.
Plug & Charge
Eine Funktion, bei der sich das Fahrzeug nach dem Anschließen automatisch an der Ladestation authentifiziert. Voraussetzung sind ein kompatibles Fahrzeug, eine geeignete Ladeinfrastruktur und ein unterstützender Ladevertrag.
Plug-in-Hybrid (PHEV)
Ein Fahrzeug mit Verbrennungs- und Elektromotor, dessen Batterie extern geladen werden kann. Die mögliche elektrische Reichweite hängt von Modell, Batteriekapazität und Betriebsbedingungen ab.
PV-Überschussladen
Das Laden eines Elektroautos mit Solarstrom, der nach dem übrigen Verbrauch im Gebäude verfügbar ist. Eine passende Steuerung passt die Ladeleistung an den aktuellen Überschuss der Photovoltaikanlage an.
Quartierspeicher
Ein gemeinschaftlich genutzter Batteriespeicher für mehrere Gebäude oder ein Wohngebiet. Er kann lokal erzeugten Strom zwischenspeichern und dessen spätere Nutzung ermöglichen.
Radnabenmotor
Ein Elektromotor, der direkt im Bereich der Radnabe sitzt. Diese Bauweise kann Antriebskomponenten einsparen, stellt aber besondere Anforderungen an Fahrwerk, Kühlung und mechanische Belastbarkeit.
Range Extender
Ein zusätzlicher Energieerzeuger im Fahrzeug, meist ein Verbrennungsmotor mit Generator. Er liefert Strom für den elektrischen Antrieb beziehungsweise die Batterie und erhöht damit die mögliche Reichweite.
Reichweite
Die Strecke, die ein Fahrzeug mit der verfügbaren Energie zurücklegen kann. Sie hängt unter anderem von nutzbarer Batteriekapazität, Geschwindigkeit, Temperatur, Fahrweise und Heizungs- oder Klimanutzung ab.
Rekuperation (regeneratives Bremsen)
Die Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Verzögern. Der Elektromotor arbeitet dabei als Generator und speist elektrische Energie zurück in die Batterie.
RFID
Eine Technik zur kontaktlosen Identifikation, beispielsweise über Ladekarten oder Schlüsselanhänger. An Ladestationen wird RFID häufig verwendet, um Ladevorgänge freizuschalten und Nutzern zuzuordnen.
Schieflast
Eine ungleichmäßige Belastung der drei Phasen eines Stromnetzes. Bei einphasigen Ladeeinrichtungen sind deshalb die geltenden technischen Anschlussbedingungen zu berücksichtigen.
Schuko-Steckdose
Die in Deutschland verbreitete Schutzkontaktsteckdose. Zum Laden eines Elektroautos wird eine geeignete mobile Ladeeinrichtung benötigt; die zulässige Dauerbelastung hängt vom Zustand und der Auslegung der gesamten Installation ab.
Schnellladen
Das Laden eines Elektroautos mit hoher Leistung, meist über eine DC-Ladestation. Für die tatsächliche Ladegeschwindigkeit ist die durchschnittliche Leistung im gewünschten Ladebereich entscheidend.
Second-Life-Batterie
Eine gebrauchte Fahrzeugbatterie, die nach Prüfung in einer anderen Anwendung weitergenutzt wird. Ein mögliches Einsatzgebiet sind stationäre Energiespeicher.
SoC (State of Charge)
Der Ladezustand einer Batterie, angegeben in Prozent. Ein SoC von 80 % beschreibt den aktuellen Füllstand, sagt aber nichts über die verbleibende Batteriekapazität im Vergleich zum Neuzustand aus.
SoH (State of Health)
Eine Kennzahl für den Alterungszustand einer Batterie. Sie kann beispielsweise beschreiben, wie viel Kapazität im Vergleich zum Neuzustand noch vorhanden ist; die Bewertungsmethode kann variieren.
Supercharger
Die Bezeichnung für Teslas DC-Schnellladenetz. Die verfügbare Ladeleistung und die Nutzbarkeit durch andere Fahrzeugmarken hängen vom Standort und der jeweiligen Technik ab.
Superkondensator
Ein Energiespeicher, der sehr schnell Energie aufnehmen und abgeben kann. Er speichert typischerweise deutlich weniger Energie pro Kilogramm als eine Batterie, eignet sich aber für kurzzeitige hohe Leistungen.
Thermomanagement
Die gezielte Regelung der Temperatur von Batterie, Antrieb und weiteren Komponenten. Geeignete Temperaturen unterstützen Ladeleistung, Effizienz und Lebensdauer.
Typ-1-Stecker
Ein Anschluss für einphasiges AC-Laden, der insbesondere bei älteren Fahrzeugen für asiatische und nordamerikanische Märkte vorkommt. Zum Laden an einer europäischen Typ-2-Ladestation kann ein geeignetes Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel erforderlich sein.
Typ-2-Stecker
Der in Europa verbreitete Anschluss für AC-Laden. Er unterstützt je nach Fahrzeug, Kabel und Ladeeinrichtung einphasiges oder dreiphasiges Laden.
Ultraschnellladen
Eine gebräuchliche Bezeichnung für DC-Laden mit besonders hoher Leistung, auch HPC genannt. Der Begriff beschreibt keine feste Obergrenze und garantiert keine bestimmte Ladezeit.
Umweltbonus
Ein früheres deutsches Förderprogramm für den Kauf bestimmter Elektrofahrzeuge. Neue Anträge für dieses Programm waren ab dem 18. Dezember 2023 nicht mehr möglich; andere Förderprogramme sind davon getrennt zu betrachten.
V2G (Vehicle-to-Grid)
Die Rückspeisung von Energie aus der Fahrzeugbatterie in das öffentliche Stromnetz. Dafür müssen Fahrzeug, Ladeeinrichtung und die technischen sowie vertraglichen Rahmenbedingungen geeignet sein.
V2H (Vehicle-to-Home)
Die Nutzung der Fahrzeugbatterie zur Versorgung eines Hauses. Ob auch bei einem Stromausfall Energie bereitgestellt werden kann, hängt von der dafür vorgesehenen Ersatzstromtechnik ab.
V2L (Vehicle-to-Load)
Die Versorgung externer elektrischer Geräte aus der Fahrzeugbatterie, beispielsweise über eine Fahrzeugsteckdose oder einen passenden Adapter. Das Fahrzeug muss diese Funktion ausdrücklich unterstützen.
Verbrauch
Der Energieverbrauch eines Elektroautos wird üblicherweise in kWh pro 100 Kilometer angegeben. Für die Stromkosten ist zusätzlich relevant, ob die Verbrauchsangabe Ladeverluste einschließt.
Verkehrswende
Die Veränderung des Verkehrssystems hin zu einer nachhaltigeren Mobilität. Dazu gehören neben Elektromobilität auch öffentlicher Verkehr, Radverkehr, Fußverkehr und eine effizientere Nutzung von Fahrzeugen.
Volt (V)
Volt ist die Einheit der elektrischen Spannung. Spannung und Stromstärke bestimmen gemeinsam die elektrische Leistung.
Vorkonditionierung
Die Vorbereitung von Batterie oder Innenraum auf geeignete Temperaturen. Eine gezielte Batterievorkonditionierung kann insbesondere vor dem DC-Schnellladen die erreichbare Ladeleistung verbessern.
Wallbox
Eine fest installierte Ladeeinrichtung, die meist zum AC-Laden genutzt wird. Sie kann an einer Wand oder Stele montiert werden und je nach Ausführung Funktionen wie Zugangskontrolle, Lastmanagement oder PV-Überschussladen bieten.
Wechselstrom (AC)
Elektrischer Strom, dessen Flussrichtung sich regelmäßig ändert. Beim AC-Laden wird er im Fahrzeug durch den Bordlader in Gleichstrom für die Batterie umgewandelt.
WLTP
Ein standardisiertes Prüfverfahren zur Ermittlung von Verbrauch und Reichweite. Die Werte erleichtern den Vergleich verschiedener Fahrzeuge; die tatsächliche Reichweite kann im Alltag davon abweichen.
X-by-Wire
Ein Sammelbegriff für Systeme, die Steuerbefehle elektrisch statt über eine durchgehende mechanische Verbindung übertragen. Beispiele sind Steer-by-Wire für die Lenkung und Brake-by-Wire für die Bremssteuerung.
Zellchemie
Die verwendeten Materialien und chemischen Eigenschaften einer Batteriezelle. Sie beeinflussen unter anderem Energiedichte, Ladeverhalten, Sicherheit und Lebensdauer.
Zero Emission Vehicle (ZEV)
Eine Bezeichnung für Fahrzeuge ohne direkte Abgasemissionen während der Fahrt, etwa batterieelektrische Autos. Sie bedeutet nicht, dass Herstellung, Energiebereitstellung und Nutzung vollständig emissionsfrei sind.
Zyklenfestigkeit
Die Fähigkeit einer Batterie, wiederholte Lade- und Entladevorgänge mit begrenztem Kapazitätsverlust zu überstehen. Ein vollständiger Ladezyklus kann sich aus mehreren Teilentladungen und anschließenden Ladungen zusammensetzen.
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